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Das Wort "Brot"

Brote

ist seit der Eisenzeit (8.Jh. v.Chr.) bekannt, es hat indogermanischen Ursprung und leitet sich von den Worten "Brühe" und "Brodeln" ab, es bedeutet "Gegorenes" – abgeleitet vom gärenden Sauerteig. Später wurde das Wort Brot auch auf den festen Fladen aus ungesäuertem Teig übertragen. In weiterem Sinn bedeutet Brot „Nahrung“ sowie „Lebensunterhalt“.

In der » Ernährung gehört Brot zu den Grundnahrungsmitteln. Brot liefert vor allem » Kohlenhydrate und ist deshalb als Energiespender von großer Bedeutung. Meist immer noch unterschätzt wird Brot als Proteinquelle: nach Fleisch (und noch vor » Milchprodukten!) nimmt Brot den zweiten Platz bei den Eiweißlieferanten ein, wenn auch die Wertigkeit des pflanzlichen Eiweißes nicht so hoch ist wie bei den i.d.R. viel teureren tierischen Eiweißlieferanten. Beim Brot findet sich der Hauptbestandteil des Eiweißes sich in den Randschichten der Getreidekörner (daher sind dunkle Brote z.B. aus » Dinkel oder Roggen, deren Randschichten trotz Mahlens noch erhalten sind, meist eiweißreicher als helle Brote aus Weizenmehl, wo die Randschichten durch den Prozess des Mahlens entfernt wurden. Skandinavische Mediziner haben im Roggen bisher nicht entdeckte bioaktive Substanzen gefunden: so genannte Lignane. Sie werden vom menschlichen Körper in biologisch wirksame Pflanzenhormone umgewandelt, die –wie man heute weiß, das Risiko für Krebs und Tumorbildung senken).Der Eiweißgehalt im Korn ist darüber hinaus abhängig von Getreidesorte, Bodenbeschaffenheit und Düngung.

Seit einigen Jahren erfreut sich auch Sojabrot großer Beliebtheit. Sojabrot wird aus Sojamehl gebacken und ist deshalb ganz besonders eiweißreich. Auch Eisen, » Vitamine der B-Gruppe und Ballaststoffe machen aus Brot ein rundum gesundes Nahrungsmittel. Die Definition für Brot nach den „Leitsätzen für Brot und Kleingebäck“, veröffentlicht im deutschen „Bundesanzeiger“ 07/2005 lautet:

“Brot wird ganz oder teilweise aus Getreide und/oder Getreideerzeugnissen, meist nach Zugabe von Flüssigkeit, sowie von anderen Lebensmitteln (z.B. Leguminosen-, Kartoffelerzeugnisse) in der Regel durch Kneten, Formen, Lockern, Backen oder Heißextrudieren des Brotteiges hergestellt. Brot enthält weniger als 10 Gewichtsteile Fett und/oder Zuckerarten auf 90 Gewichtsteile Getreide und/oder Getreideerzeugnisse.“

Brotherstellung

im Alten Ägypten

Während in Europa die größte Vielfalt an Brotsorten entwickelt wurde (alleine in Deutschland gibt es über 300 verschiedene Brotsorten und auch beim Brotverzehr rangieren die Deutschen weltweit ganz oben), sind in anderen Gegenden der Erde brotähnliche Produkte typischer. Z.B. sind in der orientalischen Küche Fladenbrote beliebt ( siehe auch » Chapatti, » Naan). Während Brot in Südostasien bislang eher kaum vorkommt, sind in Nordchina gedämpfte Hefeteigbrötchen eine beliebte Beilage. Typisch für Australien ist Damper, aus Mexiko stammen die aus Maismehl hergestellten Tortillas*, in Afrika werden vor allem Fladenbrote aus Maniok, Hirse oder Mais mit Gewürzen gebacken. In den vergangenen Jahren wurden weltweit traditionelle Eßgewohnheiten zugunsten des Brotverzehrs geändert, so wird heute z.B. in Japan - im Land der "Reisesser" - an Stelle von Reis in der Gemeinschaftsverpflegung Weißbrot angeboten oder auch in Mittelamerika* sind Veränderungen in der Ernährungsweise zu verzeichnen: Mais und Maisfladen (Tortillas) werden seit Anfang des 21.Jh. vor allem zugunsten von » Bioenergie zunehmend durch Weißbrot ersetzt.

In allen Zeiten hat Brot aber nicht nur für die Ernährung des Menschen sondern auch für dessen kulturelle Entwicklung eine bedeutende Rolle gespielt. - > siehe auch » Getreide, » Geschichtliches zum Thema Getreide
Bei vielen Völkern galt und gilt Brot als heilig. So wurden und werden beim Backen und beim Anschneiden des Brotes bestimmte Rituale vollzogen, z.B., bringt der Bauer Brot auf dem Altar des Herrn als Opfer dar, es ist Ausdruck des Dankes für die von Gott geschenkte Ernte.
Brot hat in der » Bibel oft symbolische Bedeutung, z.B. "Ich bin das Brot des Lebens. Keiner der zu mir kommt, wird jemals wieder Hunger leiden, und niemand, der an mich glaubt, wird jemals wieder Durst haben." (Johannes-Evangelium Kap. 6, Vers 35). In der jüdischen und christlichen Symbolik spielt Brot eine große Rolle.
So ist das jüdische Pessach-Fest, bei dem ungesäuertes Brot an den Auszug aus Ägypten erinnert, eines der höchsten Feierlichkeiten. Christen erbitten „» Unser täglich Brot gib uns heute“. Christus wird ein Brotwunder, die wundersame Vermehrung von Broten, zugeschrieben. Während des ‚Abendmahls’ gedenkt man der Kreuzigung Jesu Christi („Christi Leib für dich gebrochen“), einen Teil des Rituals spielt dabei die Hostie.

Rund um das Brot gibt es noch heute sehr viele Bräuche, die auch oft noch mit dem Glauben an übernatürliche Kräfte verbunden sind. Zur Hochzeit oder zum Bezug einer neuen Wohnung werden Brot und Salz geschenkt – dies, um Wohlstand zu sichern. Es gibt auch zahlreiche Redewendungen, Wörter und Sprichwörter, die „Brot“ beinhalten: „Eigenbrötler“, „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“, „seine Brötchen verdienen“, „in Lohn und Brot stehen“, , „dess' Brot ich ess, dess' Lied ich sing“.